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12. maart 2026

ITB und Bundestag: Geopark wirbt für seine Arbeit

Nachhaltiger und verantwortungsvoller Tourismus gehörten zu den Top-Themen auf der diesjährigen ITB vom 3. bis 5. März in Berlin. In diesem Umfeld präsentierte sich das Global Geoparks Network, das 229 UNESCO Global Geoparks in 50 Ländern vertreten mit elf Mitgliedern des GGN: Portugal: Naturtejo, Griechenland: Lesvos und Sitia, Finland: Salpasseulka, Norwegen: GeaNorwegica, Österreich/Slowenien: Karawanken/Karwanke, Hong Kong (VR China) und aus Deutschland: Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen, Bergstraße-Odenwald, Muskauer Faltenbogen (Transnational Deutschland/Polen) und die Vulkaneifel.

Das Programm der UNESCO Global Geoparks wurde im Jahr 2015 von der UNESCO in Paris ins Leben gerufen. „Wir konnten uns international mit Vertreterinnen und Vertretern aus Tourismus und Politik vernetzen, haben gute Gespräche geführt und konnten auf die Bedeutung der UNESCO Global Geoparks als nachhaltige Tourismusregionen weltweit aufmerksam machen“, so resümierte Artur Sá, Präsident des Global Geoparks Network den Auftritt auf der ITB 2026.

„Internationale Entwicklungsräume für nachhaltigen Tourismus“

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 4. März unter dem Motto „Verantwortung übernehmen, Räume gestalten, Zukunft des Tourismus ermöglichen“ betonten Vertreter des Global Geoparks Network und des Nationalen Forums deutscher UNESCO Globaler Geoparks, die Rolle der UNESCO zertifizierten Globalen Geoparks als Wegbereiter für nachhaltige Tourismus-Destinationen. Dabei sind Geopark-Regionen internationale Entwicklungsräume für nachhaltigen Tourismus, regionale Wertschöpfung und globale Zusammenarbeit.

Artur Sá führte aus: „UNESCO Global Geoparks zeichnen sich durch ein herausragendes geologisches Erbe aus und sind das einzige UNESCO-Programm mit einem ganzheitlichen Ansatz, das in der Fläche die Zusammenhänge zwischen Geologie, Natur- und Kulturgeschichte verständlich macht“. Anschaulich beschrieb er die Bedeutung der 229 ausgezeichneten Gebiete, die insgesamt so groß wie Frankreich und Deutschland zusammen sind.

Im Anschluss betonte Nikolaos Zouros, Generalsekretär des Netzwerkes die starke regionale Verankerung der Geoparks, die aus Initiativen vor Ort und einer intensiven regionalen Vernetzung entstanden sind. „Durch das sogenannte Bottom-up-Prinzip sind UNESCO Global Geoparks Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung und hervorragende Tourismusdestinationen, in denen Touristen im Austausch mit den Menschen vor Ort, Erdgeschichte, Natur und Kultur verstehen können.“

„Dass die UNESCO Global Geoparks konsequent die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN umsetzen und sichtbar machen, steht für hohe Qualitätsstandards und schafft Vertrauen für Destinationen und Partner“, so Dr. Jutta Weber, Sprecherin des Nationalen Forums der UNESCO Global Geoparks. Am Bespiel des SDG 12, Nachhaltiger Konsum und Produktion, erläuterte sie, dass Geoparks regionale Hersteller unterstützen und so einen nachhaltigen Tourismus fördern, der authentische Erlebnisse ermöglicht.

Empfang im Bundestag

Im Vorfeld der ITB luden Stefan Zierke, MdB, Sprecher der Arbeitsgruppe Tourismus der SPD-Bundestagsfraktion, und Christoph Schmid, MdB, Mitglied der Arbeitsgruppe Tourismus, zu einer Diskussionsveranstaltung ins Paul-Löbe-Haus in Berlin ein. Unter dem Titel „Globales Erbe – Lokales Handeln – Gemeinsame Verantwortung“ stand die Bedeutung der UNESCO Global Geoparks für nachhaltige Entwicklung, Wissenschaft, Bildung und internationalen Tourismus im Mittelpunkt.

Zehn Mitglieder aus dem Deutschen Bundestag und der AG Tourismus nahmen ebenso Teil, zusammen mit internationalen Vertretern des Globalen Geoparks Netzwerks aus Portugal, Finland, Österrreich/Slowenien und Griechenland.

Weitere Informationen: https://www.globalgeoparksnetwork.org/news/global-geoparks-network-itb-2026

Geoparks: Orte des Dialogs

Demokratie und Ehrenamt Die anwesenden Bundestagsabgeordneten interessierten sich jedoch nicht allein für Besucherzahlen und Marketingstrategien. Im Mittelpunkt der Diskussion standen auch grundlegende Fragen: Welchen Beitrag leisten Geoparks zur Sicherung demokratischer Werte? Wie werden Freiwillige eingebunden? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit im internationalen Netzwerk sowie mit der UNESCO?

Gerade die Einbindung ehrenamtlicher Gästeführerinnen und -führer, regionaler Initiativen und Bildungseinrichtungen wurde als wichtiger Baustein hervorgehoben. Geoparks seien Orte des Dialogs, an denen Wissen geteilt, Geschichte reflektiert und regionale Identität gestärkt werde – ein Fundament, das demokratische Strukturen unterstütze.

Text: HARZVERBAND e. V., C. Neumann

12. maart 2026

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