{"id":28578,"date":"2026-11-06T09:35:17","date_gmt":"2026-11-06T08:35:17","guid":{"rendered":"https:\/\/geopark-hblo.de\/?p=28578"},"modified":"2026-11-06T09:35:18","modified_gmt":"2026-11-06T08:35:18","slug":"harzverband-wuerdigt-ehrenamtliches-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geopark-hblo.de\/de\/2026\/11\/06\/harzverband-wuerdigt-ehrenamtliches-engagement\/","title":{"rendered":"HARZVERBAND w\u00fcrdigt ehrenamtliches Engagement"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drei Auszeichnungen beim Jahresempfang im Gro\u00dfen Schloss Blankenburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Drei Auszeichnungen beim Jahresempfang im Gro\u00dfen Schloss Blankenburg<\/strong><br><br>Im historischen Ambiente des Gro\u00dfen Schlosses Blankenburg kamen am 4. November 2026 die Mitglieder des HARZVERBANDs zu ihrer j\u00e4hrlichen Mitgliederversammlung und anschlie\u00dfend zum traditionellen Jahresempfang zusammen. Im Mittelpunkt des Abends standen neben wichtigen personellen und organisatorischen Entscheidungen insbesondere das ehrenamtliche Engagement und drei besondere Auszeichnungen f\u00fcr den ehrenamtlichen Einsatz zum Erhalt der Natur- und Kultursch\u00e4tze des Harzes.<br><br><strong>Andr\u00e9 Schr\u00f6der neuer Vorsitzender des HARZVERBAND e.V.<\/strong><br><br>Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde Andr\u00e9 Schr\u00f6der, Landrat des Landkreises Mansfeld-S\u00fcdharz, zum neuen Vorsitzenden des HARZVERBANDs gew\u00e4hlt. Er \u00fcbernimmt das Amt von Thomas Balcerowski, Landrat des Landkreises Harz, der den Verband ein Jahr lang f\u00fchrte. Dar\u00fcber hinaus verabschiedeten die Mitglieder turnusgem\u00e4\u00df den Haushalt und den Stellenplan f\u00fcr das Jahr 2027.<br>Im Anschluss begr\u00fc\u00dften Matthias Jendricke, stellvertretender Vorsitzender, und Carola Schmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des HARZVERBAND e.V., die F\u00f6rdermitglieder, ordentlichen Mitglieder und Preistr\u00e4ger im Grauen Saal des Schlosses zum Jahresempfang.<br><br>Carola Schmidt stellte in ihrer Rede die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements f\u00fcr die Region heraus. Ohne die vielen Menschen, die sich mit Zeit, Ideen und Tatkraft f\u00fcr den Harz einsetzen, w\u00e4re die Region nicht das, was sie heute ist. Zugleich betonte sie die Bedeutung der Zusammenarbeit der Organisationen und Verb\u00e4nde unter dem Dach des HARZVERBAND e.V. Als aktuelles Beispiel nannte sie das gemeinsame Beschilderungsprojekt in den Landkreisen Harz und Mansfeld-S\u00fcdharz. Dieses umfasst unter anderem den Aufbau einer Datenbank zur Erfassung und Verwaltung der Beschilderung und Infrastruktur an Wanderwegen, die Entwicklung einer App f\u00fcr den Einsatz bei Kontrollg\u00e4ngen im Gel\u00e4nde sowie die notwendige Erg\u00e4nzung und Erneuerung der Beschilderung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Drei Auszeichnungen f\u00fcr Natur, Kultur und ehrenamtlichen Einsatz<\/strong><br><br>Im Mittelpunkt des Jahresempfangs standen die Verleihung des Naturparkpreises Harz, des Harzer Kulturpreises 2026 und die W\u00fcrdigung des F\u00f6rdervereins Teufelsmauer Weddersleben e.V. anl\u00e4sslich der Wahl der Teufelsmauer zum Naturwunder 2026.<br><br>Der seit 1999 vom HARZVERBAND e.V. vergebene Naturparkpreis Harz stand in diesem Jahr unter dem Motto \u201eMutter Natur g\u00e4rtnert \u2013 Wildpflanzen mehr Raum geben\u201c. Ausgezeichnet wurde der Wildpflanzen e.V. aus Benneckenstein f\u00fcr sein Engagement und die Anlage des Essbaren WildpflanzenParks (EWILPA) in Benneckenstein. Den Harzer Kulturpreis 2026 zum Thema \u201eVerborgene Kultursch\u00e4tze im Harz\u201c erhielt der Verein Rettung Schloss Blankenburg e.V. Als drittes Highlight des Abends wurde der F\u00f6rderverein Teufelsmauer Weddersleben e.V. f\u00fcr seinen Einsatz rund um die erfolgreiche Wahl der Teufelsmauer zum Naturwunder 2026 geehrt.<br><br><strong>Naturparkpreis Harz: Wildpflanzen mit allen Sinnen erleben<\/strong><br><br>In ihrer Laudatio w\u00fcrdigte Kerstin Rieche, Vorsitzende des Landesverbandes f\u00fcr Landschaftspflege Sachsen-Anhalt e.V. und Mitglied im Naturpark-Ausschuss, die Bedeutung der Wildpflanzen f\u00fcr die Artenvielfalt und das Leben der Menschen. \u00dcber 2.000 Farn- und Bl\u00fctenpflanzenarten seien im Naturpark Harz dokumentiert \u2013 das entspreche etwa zwei Dritteln aller Pflanzenarten Deutschlands, Flechten und Moose noch nicht mitgerechnet.<br><br>Am Beispiel des EWILPA werde deutlich, dass die Natur nicht immer menschliche Planung und Ordnung brauche. Vielmehr k\u00f6nne es sinnvoll sein, ihr Raum zu geben und Pflanzen an den Standorten wachsen zu lassen, an denen sie von Natur aus gut gedeihen. Wildpflanzen seien nicht nur wichtig f\u00fcr die biologische Vielfalt, sondern auch f\u00fcr gesunde Ern\u00e4hrung, Naturheilkunde, Kosmetik und den Landschaftsbau.<br><br>Der 2019 gegr\u00fcndete gemeinn\u00fctzige Wildpflanzen e.V. verfolgt das Ziel, Menschen den Zugang zu essbaren Wildpflanzen zu erm\u00f6glichen, Wissen zu vermitteln und die Verbundenheit mit der Natur zu st\u00e4rken. Im Jahr 2021 entstand unter Federf\u00fchrung der Vereinsvorsitzenden und Initiatorin Dr. Gudrun Kopka der erste Essbare WildpflanzenPark Sachsen-Anhalts in Benneckenstein. Die Stadt Oberharz am Brocken stellte daf\u00fcr eine rund 1.000 Quadratmeter gro\u00dfe Fl\u00e4che zur Verf\u00fcgung. Inzwischen erstreckt sich der Park \u00fcber vier Bereiche im Ort. Mehr als 1000 Pflanzen wurden dort angesiedelt und durch einen Naschgarten erg\u00e4nzt. Besucher k\u00f6nnen Wildpflanzen sowie Wild- und Kulturobst entdecken und die Natur mit allen Sinnen erfahren. \u201eDenn wer Pflanzen kennt, nimmt seine Umgebung ganz anders wahr\u201c, betonte Rieche. Entscheidend sei dabei, die Menschen vor Ort mitzunehmen, f\u00fcr die Vielfalt zu sensibilisieren und sie zum Mitmachen zu begeistern. Genau dieses Anliegen verk\u00f6rpere der Preistr\u00e4ger.<br><br><strong>Harzer Kulturpreis 2026: Rettung Schloss Blankenburg e.V. schafft Zukunft<\/strong><br><br>Der Verein Rettung Schloss Blankenburg e.V. wurde f\u00fcr seinen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einsatz zum Erhalt eines bedeutenden Kulturdenkmals ausgezeichnet. Den Preis nahm der stellvertretende Vereinspr\u00e4sident Andr\u00e9 Gast entgegen. Die Laudatio hielt Dr. Oliver Junk, Vorsitzender des Harzklubs. \u201eEine Gesellschaft, die vom Ehrenamt lebt, darf das Ehrenamt nicht aufbrauchen\u201c, stellte Junk gleich zu Beginn seiner Rede heraus. Die Geschichte der Schlossrettung sei daf\u00fcr ein eindrucksvolles Beispiel. Sie begann 2005 mit gerade einmal sieben Menschen, die dem zunehmenden Verfall des Schlosses nicht l\u00e4nger tatenlos zusehen wollten. Heute z\u00e4hlt der Verein rund 450 Mitglieder. Gemeinsam h\u00e4tten sie Verantwortung \u00fcbernommen, eine GmbH gegr\u00fcndet und mit gro\u00dfem pers\u00f6nlichen Einsatz die Zukunft des Schlosses gesichert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus einem vom Verfall bedrohten Denkmal sei so wieder ein lebendiger Ort geworden, an dem heute Feste, Veranstaltungen, F\u00fchrungen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen stattfinden. \u201eSie haben nicht darauf gewartet, dass andere handeln. Sie haben selbst gehandelt\u201c, w\u00fcrdigte Junk den Einsatz der Vereinsmitglieder. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Anerkennung des Ehrenamtes nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen d\u00fcrfe, dass der Erhalt bedeutender Kulturdenkm\u00e4ler auch eine gesellschaftliche Verantwortung sei. Das Schloss sei weit mehr als ein historisches Geb\u00e4ude: Es stehe f\u00fcr Identit\u00e4t und Heimat. Der Verein bewahre deshalb nicht nur Mauern, sondern schaffe Zukunft. Die Auszeichnung sei zugleich Anerkennung und Auftrag, mit dem Engagement der Menschen sorgsam umzugehen.<br><br><strong>Teufelsmauer ist Naturwunder 2026: Auszeichnung f\u00fcr eine starke Region<\/strong><br><br>Ein weiterer H\u00f6hepunkt des Abends war die W\u00fcrdigung des F\u00f6rdervereins Teufelsmauer Weddersleben e.V. Die Teufelsmauer hatte sich bei der bundesweiten Publikumswahl zum Naturwunder 2026 der Heinz-Sielmann-Stiftung und des Deutschen Wanderverbands gegen acht namhafte Naturziele aus ganz Deutschland durchgesetzt. Mehr als 32.000 Menschen beteiligten sich an der Abstimmung, knapp 10.000 Stimmen entfielen auf die beeindruckende Felsformation im Harz. Dirk Landau, Pr\u00e4sident des Deutschen Wanderverbands, hob in seiner Laudatio die besondere landschaftliche Bedeutung der Teufelsmauer hervor. Die \u00fcber Millionen von Jahren entstandenen Felsformationen machten eindrucksvoll sichtbar, welche Sch\u00f6nheit und Vielfalt die Natur direkt vor unserer Haust\u00fcr bereithalte. Die Auszeichnung sei daher nicht nur eine Anerkennung f\u00fcr einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Naturraum, sondern vor allem auch f\u00fcr die Menschen und Organisationen, die sich vor Ort f\u00fcr dessen Erhalt und Vermittlung einsetzen.<br><br>Dabei verwies Landau auf die lange Naturschutztradition der Teufelsmauer: Bereits 1833 wurde das Brechen von Steinen an der Felsformation untersagt, 1852 wurde dies ausdr\u00fccklich bekr\u00e4ftigt. Angesichts des weltweiten Verlusts biologischer Vielfalt sei es heute wichtiger denn je, empfindliche Lebensr\u00e4ume zu bewahren. Eine kluge Besucherlenkung und R\u00fccksichtnahme seien daf\u00fcr unerl\u00e4sslich. Die Naturwunderwahl verbinde auf besondere Weise Naturerlebnis und Naturschutz und k\u00f6nne dazu beitragen, das Bewusstsein f\u00fcr den Wert solcher Landschaften zu st\u00e4rken.<br><br>Auch Carolin Ruh, Vorsitzende der Heinz-Sielmann-Stiftung, gratulierte dem Verein unter dem Vorsitz von Dirk Meisel. Sie erinnerte an einen Leitsatz des Stiftungsgr\u00fcnders Heinz Sielmann: \u201eDu wirst nur das eines Tages sch\u00fctzen und bewahren, was du kennst.\u201c Menschen jeden Alters f\u00fcr die Natur zu begeistern und sie f\u00fcr deren Schutz zu gewinnen, sei ein zentrales Anliegen der Stiftung. Der Erfolg der Teufelsmauer bei der Publikumswahl habe einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie gut die Menschen und Netzwerke im Harz zusammenwirkten.<br><br>Der Titel Naturwunder 2026 sei zugleich Ansporn, die Teufelsmauer als einzigartigen Naturraum zu erhalten und noch mehr Menschen f\u00fcr ihre Besonderheiten zu begeistern. Die Auszeichnung mache deutlich, was durch gemeinschaftliches Engagement und eine starke regionale Verbundenheit erreicht werden k\u00f6nne. Dirk Meisel bedankte sich f\u00fcr gro\u00dfen R\u00fcckhalt: \u201eOhne die Unterst\u00fctzung anderer w\u00e4re es nicht gegangen.\u201c Die Anmeldung zur bundesweiten Wahl hatte das Vereinsmitglied Joana Krau\u00df initiiert.<br><br><strong>Engagement verbindet die Harzregion<\/strong><br><br>Die Auszeichnungen machen eindrucksvoll deutlich, wie vielf\u00e4ltig das ehrenamtliche Engagement im Harz ist. Die drei Preistr\u00e4ger stehen beispielhaft f\u00fcr Menschen, die Verantwortung \u00fcbernehmen und ihre Region aktiv mitgestalten. Der HARZVERBAND e.V., Tr\u00e4ger des Naturparks Harz und des UNESCO Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen, w\u00fcrdigt damit nicht nur besondere Leistungen, sondern auch den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit, die den Harz lebendig halten.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Text und Foto: HARZVERBAND e. V. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Foto: \u00dcbergabe der Urkunde zur Auszeichnung der Teufelsmauer zum Naturwunder 2026. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Drei Auszeichnungen beim Jahresempfang im Gro\u00dfen Schloss Blankenburg Drei Auszeichnungen beim Jahresempfang im Gro\u00dfen Schloss Blankenburg Im historischen Ambiente des Gro\u00dfen Schlosses Blankenburg kamen am 4. 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