27 – Burg Ummendorf

Vom Adelssitz zum Museum
Das Börde-Museum Burg Ummendorf

1363 wird die Burg Ummendorf erstmals in der Landfriedensurkunde des Magdeburger Erzbischofs Dietrich schriftlich erwähnt. Die unteren Geschosse des Burgturms stammen jedoch bereits aus der zweiten Hälfte des 12. Jh. Durch Umbauten passte man die Anlage stets den Ansprüchen der „Bewohner“ an. Noch heute sichtbar sind Spuren der Verteidigungsanlage aus dem Spätmittelalter – bestehend aus Wehrmauer und Ecktürmen. Im 16. Jh. erfolgten Umbauten mit Stilelementen eines Renaissanceschlosses. Bis 1667 stellten Adlige die Burgherren in Ummendorf. Als der letzte Burgherr ohne Nachkommen verstarb, wandelte man das Amt in eine Domäne um. Gelände und Verwaltung unterlagen fortan – bis zur Auflösung der Domäne 1912 – bürgerlichen Pächtern. Von der Gemeinde 1919 erworben, beherbergt die Burg seit 1924 im Südteil eine Schule und im Nordteil das kulturgeschichtliche Regionalmuseum der Magdeburger Börde, einer Landschaft mit fruchtbaren Schwarzerdeböden. Die Entwicklung der Landwirtschaft und das Landleben stehen im Zentrum der Ausstellung. In den Innenräumen ist die Wohnweise der Landleute vor 200 Jahren inszeniert. Gerätschaften und Maschinen zur Getreideverarbeitung zeugen von der Bedeutung der Börde als Kornkammer Magdeburgs. Besuchermagnet des Hauses ist der Außenbereich mit landtechnischer Ausstellung und dem Kräutergarten, der über 400 verschiedene Nutzpflanzen zeigt. Vom Burghof gelangt man in ein kleines Schaubergwerk, das auf die Geschichte des Kali- und Steinsalzbergbaus in der Region verweist. Die Exponate im Burghof selbst informieren über den lokalen Rhätsandstein sowie seine Verarbeitung und bilden ein weiteres GeoparkThema des Museums.

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